Wie gelingt digitale Beratung?

Laufbahn- oder Kompetenzberatung auf Distanz – geht das überhaupt? Was bis vor wenigen Monaten fast schon ein Blick in die Zukunft war, hat sich zu Corona-Zeiten zu einem neuen Alltag entwickelt.

Ein Beitrag von Caroline Schultheiss, Laufbahn- und Karriereberaterin vom Kaufmännischen Verband Zürich

Die Technik war für digitale Beratungen schon lange bereit, gebremst haben wohl eher die Beratungspersonen selbst. Doch war das berechtigt? Gleich vorneweg: Eine Distanz-Beratung hat die gleiche Wirkung wie eine persönliche Beratung. Das bedeutet, dass die Form auf das Ergebnis des Beratungsprozesses keinen Einfluss hat. Trotzdem ist bei vielen Leuten eine gewisse Skepsis spürbar. Fehlt es an den digitalen Kompetenzen?

Ein digitales Gespräch kann enthemmend wirken

Von einem Tag auf den anderen mussten sich viele Arbeitnehmende im Homeoffice plötzlich mit verschiedenen Kommunikationstools wie Skype, Zoom, Microsoft Teams etc. auseinandersetzen. Doch nicht nur die Technik war neu: Per Video lässt man den Gesprächspartner in seinen privaten Bereich eintreten, zeigt einen Teil von sich, der sonst nie öffentlich wird. Meine Erfahrung in den vergangenen Wochen hat aber gezeigt, dass die Kunden bei Beratungsgesprächen trotz – oder gerade wegen der digitalen Kanäle – offener und direkter agieren. Kommunikation per Video oder Telefon fühlt sich anonymer an als ein direktes Gespräch, und kann dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen.

Bewusste Kommunikation ist zentral

Nichtsdestotrotz bringt die digitale Kommunikation gewisse Hürden mit sich. Bei einem Video-Chat oder einem Telefonat nimmt man sein Gegenüber automatisch reduzierter wahr. Besonders bei Beratungsgesprächen, sollte daher bewusster kommuniziert werden. Es ist umso wichtiger, seine Gedanken und Gefühle zu benennen und mitzuteilen, was man macht. Durch diese Verdichtung werden die Gesprächspartner allerdings auch schneller müde und abgelenkt als bei einem persönlichen Gespräch. Eine digitale Beratung erfordert damit noch konzentrierteres Zuhören und ein Feingefühl für nonverbale und paraverbale Faktoren.

Digitale Hilfsmittel

Im Beratungsprozess ist das Visualisieren ein wichtiges Hilfsmittel, insbesondere um Gedanken zu strukturieren und sichtbar zu machen. Bei einer digitalen Beratung empfiehlt es sich daher, dass Beratungspersonen ihre Methoden den digitalen Gegebenheiten anpassen. Die heutigen Tools für die digitale Kommunikation bringen aber einige Funktionen mit, die das Arbeiten fast wie mit herkömmlichen Methoden ermöglichen: So können am geteilten Bildschirm Arbeitsmittel bearbeitet und via Chat-Funktion Notizen erfasst oder Ideen aufgeschrieben werden – der Flipchart wird digital. Am digitalen Whiteboard können die Gesprächspartner gemeinsam aktiv werden und beispielsweise virtuelle Post-its erfassen und verschieben. Sie können visualisieren, Kompetenzen sammeln oder das Wunsch-Job-Portfolio erstellen. So wird die Beratung – wie im direkten Gespräch auch – interaktiv, die Kunden bringen sich ein und gestalten mit!

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Caroline Schultheiss ist Laufbahn- und Karriereberaterin vom Kaufmännischen Verband Zürich

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